Unser Holzhaus (Holzständerbauweise) wird aufgebaut

Nachdem (zurecht :-) ) moniert wurde, dass ich in meinem letzten Beitrag zu oft den Begriff Holzständerbauweise verwendet habe, werde ich heute versuchen, ihn möglichst zu vermeiden.

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, unsere Lieferung kam also auf mehreren LKW an und wir machten uns ziemlich unbeholfen an die Mithilfe beim Aufbau. Zunächst errichteten wir lediglich ein Geschoss eines Hauses unserer Reihe auf der Bodenplatte und versuchten uns dann nach dem Setzen der Zwischendecke am Obergeschoss bis hin zum Dachaufbau. So war zumindest unserer geplanter Ansatz.

Ziemlich schnell erkannten wir jedoch, dass es wesentlich effektiver sein müsste, die einzelnen Holzwände des Ergeschosses in der ersten Hausreihe aufzubauen, bevor wir uns dann gemeinsam an das Setzen der Zwischendecken machten. Danach sollte der Aufbau des Obergeschosses ebenso für die gesamte Hausreihe vorgenommen werden.

Dieses Vorgehen war in der Tat wesentlich effektiver und wir kamen deutlich schneller mit dem Aufbau voran.

Die Holzständerwände waren bereits komplett inkl. Dämmung vormontiert und zum größten Teil passte auch jede Bohrung und Verankerung, so dass wir in überraschend kurzer Zeit vor einer fast fertigen Hausreihe standen. Hier und da wurde zwar irrtümlich eine Wand falsch herum gestellt, die eine oder andere sogar bereits verankert, grundsätzlich erfolgte der Aufbau jedoch wirklich nach dem Baukastenprinzip und stellte sich wirklich derart einfach dar, dass fast jeder mithelfen konnte (zum Glück spielte beim Aufbau der ersten Reihe auch noch das Wetter mit).

Wir hatten uns mit der Holzständerbauweise (ups) eindeutig für das Richtige entschieden, zumindest was den Grundaufbau betraf. Auch die Wahl für einen Aufbau in Form von Reihenhäusern schien zu dem Zeitpunkt auch sehr günstig zu sein, zumindest kamen wir mit dem Aufbau der einzelnen Holzhäuser beeindruckend schnell voran.

Im Verlauf der nächsten Tage wurden parallel zum Aufbau der weiteren Hausreihen die Detailarbeiten an den bereits aufgestellten Häusern vorgenommen. Alles klappte bis dahin wier am Schnürchen.

Das sollte jedoch nicht so bleiben. Dazu mehr im nächsten Eintrag “Die ersten Mängel werden sichtbar”.

Holzständerbauweise made in Denmark

Sodele, nun ist wieder etwas Luft, um mehr über unser Haus in Holzständerbauweise zu berichten. Zuletzt blieb ich dabei stehen zu berichten, woher wir nun unsere Wände in Holzständerbauweise erhalten haben, bzw. welcher Lieferant uns das beste Angebot gemacht hat.

Nach einiger Recherche schrieben wir derzeit einige Firmen an, unter anderem eine Firma in Dänemark, die sich angeblich auf die Holzständerbauweise spezialisiert haben soll. Nach ca. 1,5 Wochen erhielten wir die Antwort, dass die Firma keine Wände in Holzständerbauweise mehr produziert, sondern mit einem Subunternehmen namens Skand Skaenor zusammenarbeitet. Dort werden die Wände in Holzständerbauweise vorproduziert, die das Mutterunternehmen für die einzelnen Projekte benötigt. Dabei wird das Grundmaterial für die Wände in Holzständerbauweise nicht durch dänische Bestände gedeckt, sondern durch Importe aus Polen und seltsamerweise Deutschland. Dennoch rentiert sich anscheinend der Import, da uns die Firma die Holzwände in Holzständerbauweise zu einem wirklich guten Preis anbeiten konnte. So stand dem Baubeginn unsere Holzhäuser in der Selbstbausiedlung nicht mehr im Wege.

Pünktlichst, quasi als Punktlandung kam kurz vor dem vereinbarten Termin ein Anruf aus Dänemark bei uns ein, dass die Wände in Holzständerbauweise termingerecht bei uns in der Selbstbausiedlung eintreffen werden. Kurz danach war es dann auch so weit.

Mit zwei LKW beladen mit Holzwänden in Holzständerbauweise traf die erste von 8 Lieferungen bei uns ein und wir konnten uns mit Hilfe und unter Anweisung an die Montage der Holzständerwände machen.

Dabei sahen wir das erste Mal die Holzwände in Holzständerbauweise aus der Nähe und konnten uns von der Festigkeit und dennoch “Leichtigkeit” der Wände überzeugen. Der Aufbau des ersten Teilabschnitts ging nicht gerade schnell von der Hand, denn wir mussten uns erst mit der Montage im Sinne der Holzständerbauweise vertraut machen. Hier wurde uns durch einen mithelfenden Monteur erläutert, dass Holzständerbauweise nicht gleich Holzständerbauweise ist, sondern dass es große Unterschiede bzgl. der Verarbeitungsqualität der Wände gibt und auch die Montage der einzelnen Wände in Holzständerbauweise unterschiedlich “gut” von der Hand geht. Wir hatten glücklicherweise mit unserem Lieferanten einen Volltreffer gelandet; die einzelnen Holzwände in Holzständerbauweise passten einwandfrei und die Arbeit ging entsprechend gut und gutgelaunt voran.

Das ist schon ein besonders tolles Gefühl, innerhalb kurzer Zeit mitzuerleben, wie das eigen Haus Schritt für Schritt aufgebaut wird. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Überzeugung, mit der Holzständerbauweise genau das Richtige für gewählt zu haben.

Die Holzständerbauweise als günstige Alternative

Nun, wie schon beschrieben ging es uns in erster Linie um ein ökologisch wertvolles Eigenheim und den Selbstbau in einer Selbstbausiedlung, damit wir das Projekt auch finanziell durchführen konnten. Nach längerer Recherche und Diskussion mit Fachleuten und “Selbstbau-Profis” haben wir uns für die Holzständerbauweise entschieden. Die Wände in Holzständerbauweise werden in den entspr. Betrieben vorgefertigt und montiert, so dass ein “Aufbau” verhältnismäßig schnell und einfach zu erledigen ist.

Dies waren die wichtigsten Argumente in Bezug auf unser Projekt. Nachdem alle anderen Faktoren geklärt waren und wir mittlerweile 8 Familien in unserer zukünftigen Selbstbausiedlung waren, konnte es mit der konkreten Planung losgehen. Unser Bauträger unterstützte uns dabei mit Rat und Tat und koordinierte das Projekt. Unter anderem galt es, einen geeigneten “Lieferanten” bzw. Hersteller unserer Wände in Holzständerbauweise zu finden. Hierbei wurden wir mit reichlich Angeboten aus Skandinavien und Polen überschüttet, so dass die Wahl nicht gerade leicht fiel.

Wir entschieden uns für einen Hersteller aus Dänemark, der seit längerer Zeit schon Erfahrungen mit dem Bau von Holzhäusern vorweisen konnte und sich vor allem auf die Herstellung und Montage von Wänden in Holzständerbauweise spezialisiert hatte. Außerdem konnte uns der Hersteller trotz der bekannterweise hervorragenden Qualität seiner Produkte ein sehr attraktives Angebot machen.

So konnte es bald heißen: Holzständerbauweise “made in Denmark” ;-)

Wieso wir uns für die Holzständerbauweise entschieden haben

Wir haben viele Fragen von Freunden bekommen, weshalb wir uns für ein Holzhaus in Holzständerbauweise entschieden haben.

Nun, zum einen haben wir’s nicht grad dicke mit unserem Geld. Wir haben nur einen Verdiener in unserer Familie. Von daher suchten wir nach einer möglichst günstigen Möglichkeit ein Eigenheim zu bauen. Über einen Link im Internet sind wir auf ein Projekt einer Selbstbausiedlung gestoßen. Dort haben sich einige junge Bauherren zusammengetan und haben zusammen eine Siedlung mit Holzhäusern auf Basis der Holständerbauweise errichtet.

Das war unser Vorbild und wir erkundigten uns weiter nach den Möglichkeiten, die unseren Wünschen entsprachen.

Wir bauen ein Holzhaus …

… oder: endlich ein eigenes Zuhause…

Tja, aller Anfang ist schwer. Ich schreibe hier über unser Bauprojekt, das vor knapp 1 Monat begonnen hat.

Derzeit haben wir uns aus finanziellen Gründen für ein Holzhaus entschieden, das in traditioneller Holzständerbauweise gebaut werden sollte.

Ich will hier nicht weiter erläutern, was es mit der Holzständerbauweise auf sich hat, Interessierte können sich in der Wikipedia oder unter Thema Holzständerbauweise weitergehend informieren.

Es begann also alles vor knapp 1 Monat (eigentlich noch früher, Planung) und nun ist unser Hausbau in vollem Gange. Ich will nur kurz festhalten, wie unsere Planung begann:

1) Es sollte ein ökonomisch und ökologisch “gutes” Haus werden.

2) Es sollte genügend Platz für unsere 4-köpfige Familie bieten.

3) Es sollte ein Holzhaus mit guten bis hervorragenden Energiewerten werden.

4) Das Projekt sollte in einem guten und für uns bewältigbaren finanziellen Rahmen bleiben.

5) Es sollte in der bewährrten Holzständerbauweise durchgeführt werden.

6) Wenn möglich, sollte das Projekt in einer Selbstbausiedlung realisiert werden.

weiter im nächsten Tagebucheintrag…